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Boxhandschuhe für den guten Zweck

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Boxhandschuhe


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Gleich zwei Gebote mit dem gleichen Angebot bekamen am Sonnabend beim Spenden-Boxkampf in Bremervörde den Zuschlag: Für jeweils 27432 Euro gingen die signierten Boxhandschuhe an zwei Unternehmen aus der Region. Die Best GmbH aus Bremervörde
spendete offen und ein anderen Unternehmer will anonym bleiben. 27432 ist die Postleitzahl von Bremervörde, deshalb dieser Betrag. Für weitere drei kleine, ebenfalls signierte Handschuhe, wurden 5000 Euro geboten. Zusammen mit dem Erlös des Box-Events sind damit bisher rund 80000 Euro an Spenden für das Hospiz gesammelt, die Aktion dauert aber noch an, denn Flixbus ist bis zum nächsten Mittwoch mit an Bord. Für 25 Euro Spende an das Hospiz gibt es einen Busgutschein, egal wohin in Europa.
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Am Anfang stand eine fixe Idee: Ein paar Unterschriften von Prominenten auf einem Boxhandschuh, der für einen guten Zweck versteigert werden soll. Nach wenigen Wochen sind allerdings nicht nur die Handschuhe überdimensional geworden. Auch das Interesse an Grundmanns Aktion ist mittlerweile gewaltig. Auf den riesigen Boxhandschuhen hat sich inzwischen das Who is Who der Politik verewigt. Ausgangspunkt war das Charity-Event „Tatkraft boxt“, das am 1. April von fünf Preisträgern des örtlichen Wirtschaftspreises in Bremervörde initiiert wird und dessen Erlös dem Hospiz und der Krebsfürsorge zukommen soll.
Grundmann sollte die Veranstaltung als Schirmherr auch mit signierten Boxhandschuhen unterstützen. Doch schon beim ersten Nachdenken wurde klar, dass normale Boxhandschuhe dafür nicht taugen. Ein Freund besorgte dem Abgeordneten deshalb die Riesenhandschuhe, die Problem und Chance gleichermaßen waren. Grundmann: „Als ich die Dinger sah, war klar, dass es nur hopp oder top geben kann.“




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Beim ersten Blick auf die überdimensionierten Handschuhe hatte Grundmann zunächst keine Idee, wie er die Unterschriften zusammenbekommen sollte. Bei der Bundespräsidentenwahl glich der Reichstag einem Hochsicherheitstrakt. Wie es Grundmann gelang, die dicken Dinger in den Reichstag zu schleusen, sollte aus Sicherheitsgründen unerwähnt bleiben. Trotzdem war die erste Unterschrift eine ganz unkomplizierte Geschichte. Komiker Hape Kerkeling lief Grundmann an einem Fahrstuhl in die Arme und setzte seinen Namen als erster auf die Handschuhe.

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Innerhalb weniger Wochen signierten die Größen der deutschen Politik quer durch alle Parteien den roten und goldenen Handschuh gleichermaßen. Die eigenen Minister der Union waren nicht das Problem, schon eher die Kollegen der anderen Parteien, deren Unterschriften so nicht geplant waren. Doch als der grüne Ministerpräsident Winfried Kretschmann und der Alt-Grüne Jürgen Trittin sich verewigt hatten, war auch dieses Eis gebrochen: Sarah Wagenknecht und Dietmar Bartsch von den Linken kennen Grundmann jetzt auch. Dann musste die Kanzlerin unterschreiben, die aber auch für einen Bundestagsabgeordneten aus der eigenen Fraktion nicht unbedingt jederzeit anzusprechen ist. Der Unions-Fraktionschef Volker Kauder fädelte das Vorhaben geschickt ein: „Angela komm mal her, der Oliver hat da was zum Unterschreiben.“






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Der Erlös der Versteigerung geht an an das„Hospiz zwischen Elbe und Weser“ in Bremervörde. In dem Hospiz wird gestorben. Immer und immer wieder. Aber davor ist Leben, Licht und Wärme. Trauer und Geselligkeit, Lachen und Weinen schließen sich nicht aus in diesem freundlichen Haus, das der Kirchenkreis Bremervörde-Zeven zwischen Pastorat und Gemeindehaus im Engeoer Wäldchen gebaut hat. Das „Hospiz zwischen Elbe und Weser“  bietet  schwerkranken Menschen aus der Region ein letztes Zuhause mit Fürsorge, Wertschätzung und Sicherheit. Als Gäste werden Menschen aufgenommen, wenn sie an einer unheilbaren, fortschreitenden Krankheit leiden, die in absehbarer Zeit zum Tod führt, und wenn alle Möglichkeiten einer ambulante, häuslichen Versorgung ausgeschöpft sind. Weltanschauung, Religion und persönliche Verhältnisse spielen dabei keine Rolle.

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Besser hätte es nicht laufen können: Die Bundesversammlung tagte, um den Bundespräsidenten zu wählen. Frisch gewählt zückte Frank-Walter Steinmeier den Filzstift und unterschrieb. „Diese erste gute Tat“ (Grundmann) des neuen Bundespräsidenten ging durch die Hauptstadtmedien und löste eine bisher einzigartige Unterschriftenwelle aus.

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Die Berichterstattung über die überparteiliche Allianz des Stader CDU-Bundestagsabgeordneten Oliver Grundmann zog bei der Vereidigung des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier eine Lobeshymne über Lokalpresse nach sich.

Außenminister Sigmar Gabriel: „Wer etwas gegen Fake News machen will, soll einfach Regionalzeitungen abonnieren. Da steht die Wahrheit drin.“

Innenminister Thomas de Maizière: „Gute Lokalzeitungen sind wertvoll für Meinungsvielfalt und den Erhalt einer starken Demokratie“.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil brachte gleich Lokalkolorit mit: „Danke für diese tolle Aktion, begleitet durch das TAGEBLATT. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Hospizen haben das mehr als verdient.“
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Redaktion
Alexander Schulz

Videos
David Schunk

Texte
Wolfgang Stephan
Jutta Eidtmann
Alexander Schulz

Fotos
Jutta Eidtmann
Alexander Schulz

Wir bedanken uns bei
Oliver Grundmann und seinem Team für die Fotos und Informationen zur Unterschriftenaktion.
Michael Günther für das Video "Tatkraft Box Charity Bremervörde".





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